Genderneutrale Erziehung

Wochenthema

BLOGBERICHTE

Emily Wernz

4/11/20212 min read

Materialempfehlungen für die Dorfrallye:

1. No more boys and girls, ZDF Doku

2. Gendermarketing

3. Die rosahellblaue Falle

In unserer Whatsappgruppe haben wir uns drei Wochen mit den Rollenbilder unserer Gesellschaft und einer Genderneutrale Erziehung auseinandergesetzt. Mit verschiedenen Reflexionsfragen, Videos, Artikel, einer Umfrage und Erfahrungsberichten füllten sich die Wochen.

Reflexionsfragen in der Gruppe:

1. Denkst du, dass du nach dem typischen Rollenbild (männlich oder weiblich) groß geworden bist? - Hast du konkrete Beispiele dafür (Spielzeug, Kleidung, Bestrafung)?

2. Hast du in manchen Situationen etwas als unfair empfunden, da dir etwas aufgrund deines Geschlechts nicht erlaubt war?

3. Denkst du, dass vorgelebte Rollenbilder ein Problem sind oder dient es zur Orientierung?

4. Wie wird dein Rollenbild von Schule, Medien, Religion, Hobby etc. geprägt?

5. Denkst du, dass du deine Mitmenschen aufgrund ihres Geschlechts anders behandelst? Wenn ja, wie?

6. Glaubst du, dass eine Erziehung unabhängig der bestehenden Rollenbilder möglich ist?

7. Was wünschst du dir von Bildungsinstitutionen, Medien, Konsumgüter?

Es ist nicht so schlimm, Vorurteile zu haben, aber es ist fatal, zu glauben, man hätte keine.

Für die Breakout Rooms gab es nochmals einen Text der rosa hellblau Falle. Mit Drei Fallbeispielen sprachen die einzelnen Gruppen über ihre Gedanken zum Text und den jeweiligen Situationen. Am Ende tauschten wir uns alle gegenseitig aus.

In diesem Blogeintrag werden wir nicht auf unseren Austausch eingehen, sondern die einzelnen Fallbeispiele mit Reflexionsfragen erläutern.

1. Der Prinzessinnenjunge

Stell dir vor du bist auf einem Geburtstag und ein Junge, sechs Jahre alt, kommt in den Garten. Er hat ein Rosakleid an mit einer Krone auf dem Kopf.

Was geht dir durch den Kopf? Was sind deine Gedanken?

In einem Gespräch mit anderen Personen meint jemand: “Das ist ja alles schön und gut, aber man muss doch schon aufpassen, dass der nicht schwul wird. Und vielleicht wird er ja auch gehänselt. Ich mein ja nur, das kann ja auch für den Junge traumatisch verlaufen. Kinder können böse sein, das weiß man ja.

Was sind deine Gedanken?

Was siehst du alles problematisch an dieser Aussage

Wie möchtest du reagieren?

2. Junge oder Mädchen?

Stell dir vor, du kennst ein Kind namens Lola, sechs Jahre alt, aus der Nachbarschaft. Du merkst, dass Lola durch die Kleidung, das Auftreten und die Interessen nicht typisch ”weiblich” oder “männlich” ist. Immer wieder ist es ein Thema in deinem Freundeskreis. Kommentare wie: “Sie ist ja schon irgendwie ein halber Junge, Wirst sehen sie braucht einfach noch Zeit und spätestens in der Pubertät ist Makeup sicherlich angesagt”. Muss man aber aufpassen, sicherlich ist sie für kleine Mädchen auch attraktiv und die wissen gar nicht, dass sie auch ein Mädchen ist”

Was sind deine Gedanken?

Was siehst du an den Aussagen problematisch?

Was möchtest du gerne in die Runde sagen

Eines Tages beim spielen setzt sich Lola auf deinen Schoß und meint: Warum muss ich eigentlich so sein wie die anderen Mädchen? Wenn ich Puppen nicht mag, bin ich kein richtiges Mädchen, Das hat Leon aus dem Kindergarten mir gesagt. Weißt du, ich fühle mich eben als Junge und auch als Mädchen. Kann ich nicht einfach beides sein?”

Was sind deine Gedanken?

Was möchtest du Lola mit auf den Weg geben?

3. Gendersensible Pädagogik

Vielleicht möchtest du in Zukunft auf der Arbeit, mit den eigenen Kindern oder in weiteren Bereichen auf einen gendersensiblen Umgang achten. (Schule, Kindergarten, Freunden)

Was genau ist dir wichtig dabei?

Welche Probleme wird es in deinem Alltag höchstwahrscheinlich geben?